Hallo.
Heike schrieb:[...] 4 Tiere mit 1cm Größe bekommen, [...] das größte Tier dürfte inzwischen seine 3cm haben, [...]
Es ist also möglich! :- )
Heike schrieb:Sie fressen alles was angeboten wird, [...] auch kleine Schnecken werden nicht verschmäht.
Sie werden glaube ich sogar sehr gern genommen. Blasenschnecken. Sie sind auch für kleine Aegla gut zu knacken und wenn nicht, dann wenigstens aus dem Becher zu rupfen.
Heike schrieb:Das mit dem Eingraben ist lustig, sie buddeln sich mit dem Hinterleib ein [...]
Die Technik ist für so ein kleines Tier erschreckend effektiv. Mit dem unter den Bauch geklappten Stummelschwanz können sie per schnellem Schlagen einen intensiven und gerichteten Wasserstrahl erzeugen. Einerseits können sie auf diesem Jet-Strahl wie der Blitz nach Rückwärts durch´s Freiwasser flüchten, andererseits dient dieser Strahl (unterstützend) dazu, ebenfalls rückwärts in weiches Substrat zu verschwinden und aber vor allem auch um ein nährstoffhaltiges Substrat nicht nur zweidimensional sondern im Volumen durchpflügen zu können, was bedeutet dass zum Beispiel im Boden steckende Insektenlarven, Würmer, Aas frei bzw. ausgespült und folgend von den Aegla gegriffen werden können.
Der Strahl dient ebenfalls auch dazu, möglicherweise als für das Tier geeignet beäugte, aber verlandete Verstecke freizuspülen und / oder, einmal in diesen hockend, darin regelmäßigen Wohnungsputz zu betreiben indem der Kehricht in einem plötzlichen Schwall von dem Tier aus dem Eingangsbereich in´s Freiwasser geschleudert wird.
Der Jet-Strahl scheint an diesem Schrat also sowas wie die große Klinge am Schweizer Taschenmesser zu sein. Wobei ich denke, dass wenn die Tiere diese Technik sehr häufig bei der Nahrungsuche im Aquarium anwenden, sie schlicht zu wenig zu essen finden, denn ich gehe davon aus dass die Tiere im Gegensatz zu uns auf die Energiebilanz ihres Tuns achten und diesen zwar sehenswerten aber mit Sicherheit energieaufwändigen Mechanismus zumindest zur Nahrungsuche nur dann anwerfen, wenn es sich 1.) nachweislich lohnt, es also ein zum Beispiel im Substrat entdecktes Beutetier oder Aas freizuspülen gilt oder wenn 2.) auf der zweidimensionalen Oberfläche des Substrates nur ein Testbild läuft und man sich deshalb entscheidet die dritte Dimension miteinzubeziehen.
Uns alle trügt die Hoffnung!
Heike schrieb:Das sie auch mal den Bodengrund etwas mehr aufwirbeln kann meiner Beobachtung nach daran liegen daß sie zum Teil auch Nahrung aus dem Wasser zu filtrieren scheinen.
Wenn ich das pdf welches sich mit der Analyse der aeglischen "Mund"werkzeuge befasst hat richtig verstanden habe, dann sind es keine wirklichen Filtrierer. Es sieht aber so aus. Ständig schaufeln sie Substrat zu ihrem Schlundwerkzeug und scheinen dort einen irre schnellen Sortiermechanismus für Detritus am laufen zu haben. Der Mahlstrom an Geprüftem und während der Prüfung Zerknabbertem oder lediglich Abgelutschtem ist beeindruckend. Sie sind wie Asphaltfräsen. Oder die Gewürzernter in Herbert´s "Wüstenplanet" ...
Heike schrieb:Da sie aus Bächen kommen kann ein bißchen Strömung ruhig sein.
Das würde passen. Sieht man sich ihre Gestalt in Verbindung mit ihrem hauptsächlich nach Rückwärts gerichtetem Tun an und bringt dann noch den Parameter "Strömung" mit ein, so wird das ein rundes Bild. Ihre Form: -> Strömlinienförmig. Aber vom Kofferraum aus! Ihre bevorzugte Arbeitsrichtung: Ein latenter Rückwärtsgang. Auf diese Art quetschen sie sich z.B. auch unter Steinchen oder Totholz und hebeln darunter wie die Weltmeister. Manchmal möchte man meinen zum Selbstzweck, so einen zwanghaften "Spaß" scheinen sie an dieser Kraftmeierei zu haben oO. Und vorwärts wäre das auch gar nicht möglich. Da sind sie sich aufgrund ihrers Designs nur selbst im Weg.
Und nehmen wir das "Freiblasen" potentieller Beute (in einem Substrat): Gegen eine vorhandene Strömung würden sie den fortgespülten Mist nur wieder ins Gesicht bekommen ... ><
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An Phil:
Möglicherweise war die pn fehladdressiert. Deshalb hier.
Die Bestellung habe ich noch nicht reingereicht weil ich entgegen meines ursprünglichen Vorhabens, durch schlichtes Einbringen von Sand und einigem Steinaufbau mein (besatzmäßig) leer laufendes Pflanzenfilterbecken platensisgerecht herzurichten, ein neues Becken bestellt habe.
Einerseits weil ich so ein Artbecken bieten (und das auch eigentlich in Wirklichkeit und überhaupt auch immer immer wollte), andererseits mir meine Traum-Seitenverhältnisse von 6o-45-4o (L-B-H) erfüllen kann, wobei das Becken dann mit der Längsseite nach Hintern stehen soll, weil ... *laber*
Egal. Jedenfalls muß das Becken dann erstmal einlaufen.
Frage nur: Wann sind denn immer eure Order-Termine bei däsem Zöchter? ... Eimer im Monat oO?
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Ingo