Auch hier also nochmal: Hallo Marc,
tatsächlich bietet sich dir da ja ein enormer Gestaltungsfreiraum, der theoretisch wohl fast allen erhältlichen Krabbenarten einen passenden Lebensraum ermöglichen könnte.
Praktisch betrachtet fallen jedoch einige direkt wieder aufgrund eben der enormen Beckengröße heruas, bzw du könntest sie einsetzen, aber du wirst sie wohl dann lange nicht mehr wiedersehen und ich nehme an, dass du die Tiere, die du dort als Bewohner in Erwägung ziehst, auch beobachten können möchtest.
Für alle Geosesarma-Arten scheint mir das Becken deutlich überdimensioniert, es sei denn man hätte die Möglichkeit, dort eine wirklich große Gruppe an Tieren einzusetzen.
Uca forcipata: meinst du diese hübschen Scherenträger?
![[Bild: DSC_6914.jpg]](http://www.panzerwelten.de/d/29426-2/DSC_6914.jpg)
Nun, da würdest du ein Becken mit viel Land...nein, eher Schlamm, und einer sehr seicht gehaltenen Flachwasserzone (Brackwasser) aufbauen müssen. Sicherlich im großen Becken gut umsetzbar, aber ein Becken mit einer Höhe von 60cm gewinnt optisch nicht unbedingt dadurch, dass es nur eine Flachwasserzone mit maximaler Wasserstandshöhe von um 3cm ausgestattet wird. Auch haben "Schlammbecken“ den Nachteil, dass die Scheiben immer etwas angemockt aussehen... nicht jedermanns Fall.
Harlekinkrabben: eine hervorragende Beckengröße für diese Krabbenart, wobei auch durchaus einige andere größere Krabbenarten in Frage kämen.
Hier wäre vll erstmal auch eine Grundüberlegung, ob du eher eine semiterrestrisch lebende Krabbenart, eine terrestrisch oder eine überwiegend aquatil lebende Krabbenart einsetzen möchtest, denn auch wenn die Wahl der spezifischen Art mit eines der wichtigsten Auswahlkriterien bildet, so ist die Art des gewünschten Haltungsbeckens fast genauso relevant. Ein Terrarianer wird nicht unbedingt mit einem Aquarium glücklich, ein Aquarianer nicht unbedingt mit einer plötzlichen Umstellung auf ein reines Terrarium und dazwischen gibt es ja massenhaft Graustufen
Generell sollte deine Beleuchtung, egal bei welcher Art problemlos reduzierbar sein, sie ist in erster Linie eh ein Bonus für den Halter und ggf für die Bepflanzung.
Zusätzliches Heizen erübrigt sich bei den meisten Arten, sofern das Becken in einem durchschnittlich normal beheizten Wohnraum aufgestellt ist.
Brackwasser, nuja, bekommt man stabil, solange man einen entsprechend ausreichendes Volumen zur Verfügung hat, kleine Brackwasserstellen sind schwierig, da würden sich tägliche Wasserwechsel, bzw -austausch nicht vermeiden lassen.