Ein älteres Synonym für die Anomura lautet tasächlich “Anomalia”, wohl weil die Tiere dieser Ordnung in keine der regulären Gruppen – Krebse, Krabben, Garnelen – passen, “unnormal” oder irregulär sind, eben Anomalien. Dementsprechend finden sich hier eben alle Mittelkrebse, Krabbenkrebse, Halbkrebse, Halbkrabben und wie man sie auch immer tituliert hat. Zu dieser Ordnung gehören die Königs- oder Steinkrabben ebenso wie Springkrebse, Einsiedlerkrebse inklusive dem Palmendieb und die südamerikanischen Süßwasser-Anomura aus der Gattung Aegla. Die Anomura sind das Schwestertaxon der Brachyura (Kurzschwanzkrebse, Krabben) und sind von den Krabben vor allem dadurch zu unterscheiden, dass ihr fü+nftes Beinpaar verkümmert ist und sie lange Antennen tragen.
Nach dem Vorbild des Krabbenkatalogs “Systema Brachyurorum” haben Forscher nun auch für die Anomura sowie marine Krebse (also Hummer) und Bärenkrebse eine Checkliste aller Arten versucht und gestern im Supplement No. 23 des Raffles Bulletin of Zoology veröffentlicht. Die “Annotated checklist of anomuran decapod crustaceans of the world (exclusive of the Kiwaoidea and families Chirostylidae and Galatheidae of the Galatheoidea)” findet sich zum kostenfreien Download in mehreren Teilen hier! Die Listen umfassen alle derzeit gültigen Arten samt Erklärungen sowie einen spannenden Fototeil.








