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Grenzgänger

Filed under: Neues | Von: Oliver Mengedoht | Donnerstag, 24. November 2011 | 20:29

AQ-F 222Wer sich für Mangrovenkrabben interessiert, sollte sich unbedingt das neue Aquaristik-Fachmagazin Nr. 222 Dezember 2011/Januar 2012 besorgen: Auf zehn Seiten stellen wir dort die Familie der Sesarmidae in Wort und Bild vor – und das ist nur der erste Teil!

Ende Januar nächsten Jahres erscheint dann die Nummer 223 mit dem zweiten Teil, in dem es auch um amerikanische und speziell jamaikanische Sesarmidae geht, die eigentlich noch kaum irgendwo Eingang in die populärwissenschaftlichen Literatur gefunden haben.

Gelbaugen

Filed under: Neues | Von: Oliver Mengedoht | Donnerstag, 17. November 2011 | 02:50

Fast ein wenig untergegangen wären diese neuen Schätzchen: Geosesarma sp. “Yellow eye”, so steht diese vermutlich noch unbeschriebene Art auf der Stockliste. Herbert Nigl von Aquarium Dietzenbach hat sie importiert. Zuerst sind sie nun in der aktuellen caridina erschienen.

Geosesarma sp. "Yellow eye"

Geosesarma sp. "Yellow eye"

Geosesarma sp. "Yellow eye"

Wir haben auch ein trächtiges Weibchen erhalten und werden bekannt geben, wie es sich mit den Nachzuchtmöglichkeiten verhält. Allerhöchstwahrscheinlich wird es sich aber wie bei den meisten Geosesarma-Arten um spezialisierte Fortpflanzung mit kleinen Babykrabben handeln und nicht mit pelagischen Larven, die Meerwasser benötigen.

Hier haben wir die hübschen Tierchen auch im Forum schon ganz kurz vorgestellt.

Keine Zajac-Messe mehr

Filed under: Neues | Von: Oliver Mengedoht | Montag, 14. November 2011 | 19:46
Zajac-Messe

Norbert Zajac (r.) will keine Messe mehr veranstalten. Fotos/Kollage: Oliver Mengedoht

Nach der 14. Zierfische & Aquarium in der Duisburger Kraftzentrale wird es keine weitere “Zajac-Messe” mehr geben. Wie Organisator Norbert Zajac dem Chefredakteur des pet-Fachmagazins Ralf Majer-Abele mitgeteilt hat, ist das Ende der Veranstaltungsreihe beschlossen. Zur letzten Messe im Landschaftspark Duisburg-Nord waren 24.300 Besucher gekommen – zu wenig, um den Kraftakt für ein Zoogeschäft – wenn auch das nach eigenen Angaben größte der Welt – weiter zu stemmen.

Auch die Aussteller, die immer weniger in Schauaquarien und ansprechende Präsentationen investiert hätten, haben maßgeblichen Anteil an dieser Entscheidung gehabt, sagte Zajac auf dem Heimtier-Kongress in Fulda. Während der letzten Messe in Duisburg hatte Zajac noch angekündigt, im kommenden Jahr werde die Veranstaltung auf fünf Tage ausgedehnt – das ist jetzt offenbar passé.

Lesestoff

Filed under: Neues | Von: Oliver Mengedoht | Mittwoch, 9. November 2011 | 02:44
Caridina 4/2011

Caridina 4/2011

Die neue Caridina ist da – und bietet viel Lesestoff von uns. Zwei größere Artikel und mehrere News/Importe/Nachzuchten zeigen Krabben-Freaks manche Neuheit. Der ganze Inhalt:

• Friedrich Bitter: Nachzuchten

• Monika Rademacher: Die mit den Fischen tanzen – Aquatile Krabben benötigen nicht immer ein Aquarium

• Maren Gaulke: Wurzelkrebse – Ungewöhnliche Crustaceen-Parasiten

• Werner Klotz: Aus der Wissenschaft – Krebstiere “verdauen” sich selbst

• Jürgen Gerhardt: Garnelen aus dem Norden – Ein Interview

• Andreas Karge: Im Fokus: Zwerggarnelen – Eine neue Schönheit aus Hongkong

• Alexandra Behrendt: Fleißige Fensterputzer – Probleme mit veralgten Scheiben? Algenrennschnecken sind die Lösung

• Harro Hiernoimus: Pflanzen ohne Verluste – Tipps für das Einbringen neuer Wasserpflanzen in Wirbellosenaquarien

• Uwe Dost: Aufmerksame Strandgänger – In Florida beobachtet – Winker- und Strandkrabben

• Monika Rademacher: Grillen – nicht nur im Sommer – Als Futterinsekten hoch geschätzt

• Friedrich Bitter: Gesucht: Siegertypen – Das 4. Internationale Garnelenchampionat findet vom 27. bis 29. Januar in Hannover statt

Rubriken: Editorial, News, Importe und Nachzuchten, Marktplatz, Steckbrief, Preisrätsel, Vorschau und Impressum.

Ihr seht also, neben unseren eigenen Berichten sind mit den “bösen” Rankenfüßern von Maren Gaulke (Verwandte der Seepocken) und Uwes Beobachtungen aus Florida noch weitere Krabbenthemen in diesem Heft.

Auch bestimmt

Filed under: Neues | Von: Oliver Mengedoht | | 02:22
H. beauforti

Holthuisana beauforti-Jungtiere

Und noch eine Erkenntnis, die wir aus Regensburg mitgebracht haben – neben über 60 Jungtieren dieser Süßwasserkrabbe aus Papua-Neuguinea! :-) Diese Holthuisana, über deren bevorstehenden Nachwuchs wir vor kurzem erst berichtet haben, ist keine neue Art, wie lange angenommen. Sie wurde bereits 1911 von Roux beschrieben. Weil Bott sie jedoch 1970 äußerst großzügig zusammen mit Holthuisana briggsi unter H. biroi synonymisiert hat, hatten wir sie nicht gefunden. In Regensburg haben wir sie zusammen mit PD Dr. Christoph Schubart und Doktorand Peter Koller identifizieren können. Damit hat unsere namenlose Papuakrabbe (Holthuisana sp.) endlich einen richtigen Namen: Holthuisana beauforti (Roux, 1911).

Holthuisana beauforti

Holthuisana beauforti

Über unsere spannende Arbeit wollen wir in der Caridina berichten und arbeiten auch an einem wissenschaftlichen Paper. Wenn es etwas Neues gibt, erfahrt Ihr es natürlich hier. ;)

Endlich bestimmt

Filed under: Neues | Von: Oliver Mengedoht | Montag, 7. November 2011 | 19:03
Pseudosesarma nr. edwardsii

Pseudosesarma nr. edwardsii

Ein Ergebnis unserer Regensburg-Studienreise: Diese Krabbe, von der wir über 315 Jungtiere nachgezogen haben, und die für eine Nanosesarma und eine Perisesarma gehalten wurde, ist jetzt endlich bestimmt worden: Dr. Christoph Schubart hat sie genetisch sequenzieren lassen und festgestellt, dass sie zwischen Pseudosesarma edwardsii und P. bocourti liegt. Er schlägt vor, sie zunächst Pseudosesarma nr. edwardsii zu nennen. “nr.” steht für englisch “near” (nahe) und hat eine ähnliche Bedeutung wie cf. (confer = vergleiche) oder affin (mit etwas verwandt).

Mit 40 noch einmal die Schulbank drücken

Filed under: Neues | Von: Oliver Mengedoht | Dienstag, 18. Oktober 2011 | 23:45

Mann, wir sind so richtig erschöpft und fertig und müde dieser Tage – und schaffen es darum erst nach über einer Woche, mal einen kurzen Zwischenbericht aus Regensburg zu geben. Wir wollten uns früher melden, aber wir sind von morgens früh bis abends spät in der Uni, bis zu 12 Stunden lang. Das ist spannend, interessant und nett, aber schlaucht eben auch. Hintergrund: PD Dr. Christoph Schubart hat uns zu seiner Süßwasserkrabben-Arbeitsgruppe eingeladen, um ein bisschen mehr über die wissenschaftliche Vorgehensweise zu lernen, über Artbestimmung und Artbeschreibung, so dass wir noch besser eine Brücke zwischen Wissenschaft und Hobby bilden können und in Zukunft auch fundiert neue Arten beschreiben zu können – vielen Dank für diese tolle Möglichkeit.

Wir haben etwas tricksen müssen, um zwei Wochen freizuschlagen, in denen wir dafür am Montag vor zehn Tagen nach Bayern fahren konnten, aber unserer Meinung nach lohnt das wirklich. Viel Zeit bleibt aber nebenher nicht. Es ist hochinteressant und Christoph hat sich nicht lumpen lassen und eigens einen Doktoranden abgestellt, der sich zwei Wochen lang nur um uns (!) kümmert, ein Wahnsinn-Service! Peter Koller ist unfassbar geduldig und ruhig und erklärt uns alles verständlich, wenn nötig dreimal mit einer Engelsgeduld, ist durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Auch die Atmosphäre in der Arbeitsgruppe ist unheimlich familiär und angenehm!

So haben wir bislang alle möglichen wissenschaftlichen Paper zusammen gewälzt, Tiere unter dem Binokular angeschaut, verglichen, besprochen und uns ausgetauscht, immer wieder auch mit Christoph, der selber ebenfalls viel Zeit für uns opfert, mit dem “Bino” gezeichnet (mit Hilfe einer Spiegelvorrichtung, so dass auch die Proportionen stimmen), Material für die Gensequenzierung präpariert und die PCR (Polymerase chain reaction, Polymerase-Kettenreaktion) durchgeführt, Gonopoden für das Raster-Elektronen-Mikroskop vorbereitet und mit dem Entwurf eines wissenschaftlichen Papers begonnen, in dem wir eine Spezies aus Papua-Neuguinea wiederbeschreiben, die lange synonymisiert worden ist.

Wir werden zu einem späteren Zeitpunkt garantiert mehr berichten, wahrscheinlich in der Caridina! ;)

Drei Jahre Wirbellose in Köln-Süd

Filed under: Neues | Von: Oliver Mengedoht | Samstag, 1. Oktober 2011 | 01:30
Mr. Krabs

Mr. Krabs

Drei Jahre ist es heute her, dass Mirco Geyer in der Kölner Südstadt “Mr. Krabs” aufgemacht hat, einen der wenigen Aquaristik-Läden, in denen Wirbellose eine Hauptrolle spielen. Seitdem hat er immer viele Garnelen, Krebse, aber auch Krabben und Einsiedlerkrebse in dem sympathischen, kleinen Laden in der Bonner Straße 58 (50677 Köln). Am heutigen 1. Oktober feiert Mirco das dreijährige Bestehen – mit Jubiläumspreisen. Für jeden Besucher gibt es auch einen Kaffee und Kuchen, von 10 bis 21 Uhr wird gefeiert.

Wir wünschen alles Gute für die kommenden Jahre und heute viel Spaß! ;)

Calappa exanthematosa eigene Art

Filed under: Neues | Von: Oliver Mengedoht | | 01:17

1937 wurde Calappa exanthematosa mit C. japonica synonymisiert, d.h. dass es für die Wissenschaft

Calappa exanthematosa

Calappa exanthematosa

keine zwei eigenen Arten sind, sondern sie als eine Spezies gelten. Peter K.L. Ng, Joelle Lai und Kollegen aus dem Iran haben nun gezeigt, dass C. exanthematosa doch eine gültige, eigene Art darstellt. 1894 wurde die Spezies erstmals von Alcock & Andeson aus dem Golf von Bengalen beschrieben. Vergleiche von Exemplaren aus dem Golf von Oman und Indien haben konsistente Unterschiede in der Lebendfärbung zum Rest des Indo-West-Pazifiks gezeigt, am Carapax, den Scheren und den männlichen Bauchsegmenten und Gonopoden. C. exanthematosa wird daher von der Forschergruppe neu beschrieben und illustriert.

Ng et al. (2011). Calappa exanthematosa Alcock & Anderson, 1894, as a valid species of box crab from the Indian Ocean. Zootaxa, 3042: 1-14.

 

Allerletzte Chance

Filed under: Neues | Von: Oliver Mengedoht | Sonntag, 18. September 2011 | 00:34
Holthuisana sp. "Sentani Outlet"

Holthuisana sp. nov. "Sentani Outlet"

Letztes Jahr haben Andreas Karge, Dr. Rainer Masche und Chris Lukhaup von Papua-Neuguinea einige Krabben mitgebracht, unter denen sich wahrscheinlich zwei neue Arten befinden. Von den neuen Rouxana sp. nov. “Tage” lebt noch ein Weibchen bei uns (ebenso wie ein Holthuisana festiva-Männchen). Von Holthuisana sp. nov. “Sentani Outlet” ist uns nur noch das Weibchen bei uns bekannt – und das hat jetzt, festhalten, NACHWUCHS!

Im Oktober sind wir für zwei Wochen in Regensburg an der Uni, wo wir uns die unbestimmten Tiere mit Dr. Christoph Schubart genauer ansehen wollen. Dass es nun passend dazu noch Jungtiere gibt, ist fast wie ein Geburtstagsgeschenk für uns. Seit rund einem Jahr haben wir Tiere dreier Arten von Andreas und Rainer halten dürfen, jetzt hat es im allerletzten Anlauf doch noch hingehauen. Wir sind wirklich, nun ja, erfreut (würde der vornehme Brite sagen).

Holthuisana sp. "Sentani Outlet"-Jungtiere

Holthuisana sp. nov. "Sentani Outlet"-Jungtiere

Noch sitzen die Babykrabben unter dem Pleon der Mutter. Es sieht aus, als seien es womöglich noch Larven. Da wir aber keinen Abwurf der Brut riskieren wollen, haben wir nicht genauer nachgeschaut und nur dieses eine Bild gemacht. Drückt uns die Daumen, dass wir die Kleinen großbekommen!

Ausgefärbt?!

Filed under: Neues | Von: Oliver Mengedoht | Samstag, 17. September 2011 | 23:52
Geosesarma cf. notophorum

Geosesarma cf. notophorum

Auch wenn wir zuletzt geschrieben haben, dass die “Weißscherchen” den Geosesarma notphorum doch in vielen Punkten ähneln, haben wir beim nur wenige Tage alten Nachwuchs deutliche Unterschiede festmachen können. Seht Euch mal diese Bilder an (kleines Bild im Bild: frisch gehäutet), diese Tiere wirken beinahe ausgefärbt, und zwar wie die Großen. Bläulicher Rücken, weiße bis gelblich-orange Scheren, das ist komplett anders als bei allen Geosesarma-Jungtieren, die wir bisher hatten!

Geosesarma cf. notophorum

Geosesarma cf. notophorum

Original-Habitat

Filed under: Neues | Von: Oliver Mengedoht | Dienstag, 13. September 2011 | 12:32
Geosesarma sp. "Rot"-Video

Geosesarma sp. "Rot"-Video

Hochinteressante Bilder hat Chris Lukhaup von der indonesischen Insel Java mitgebracht: Chris hat Videos an Originalhabitaten der “Roten Vampirkrabbe” (Geosesarma sp. “Rot”) erstellt und zeigt sie auf Crustahunter. Das gibt uns interessante Einblicke in die Lebensweise (semiterrestrisch, wie beobachtet) dieser Art sowie Bepflanzung und Bodenbeschaffung ihrer Biotope. Hier anschauen!

Neue Sandperlenkrabben

Filed under: Neues | Von: Oliver Mengedoht | Montag, 12. September 2011 | 21:27
Scopimera philippinensis

Scopimera philippinensis im Habitat. Foto: D. K. H. Lo

Zwei neue Arten der Gattung Scopimera beschreiben Kingsley Wong, Hsi-Te Shih und Benny Chan aus Nord-China und von den Philippinen: Scopimera sheni aus Qingdao ist die vierte Art der Gattung aus Nord-China, S. philippinensis ist hingegen die erste bekannte Spezies von der Inselgruppe. Die Krabben der Gattung Scopimera bilden zusammen mit Dotilla (auch “Soldatenkrabben”) die “Sand bubbler crabs”, auf deutsch etwa Sandperlenkrabben, wegen der Sandkügelchen, die sie beim Fressen zurücklassen. Zur Familie Dotillidae gehören noch die Gattungen Dotilloplax, Dotillopsis, Ilyoplax, Potamocypoda, Pseudogelasimus, Shenius und Tmethypocoelis, mehrere Gattungen sind derzeit in Revision und werden in mehrere neue Gattungen aufgeteilt, haben Peter Davie, Takeharu Kosuge, Peter Ng und Michael Türkay angekündigt.

“Schenkel mit Fenstern” bedeutet der Gattungsname Scopimera, und er bezieht sich auf die Tympana, große Mebranscheiben, welche diese Tiere an den Beinen tragen. Die rundlichen, kleinen (Carapaxbreite höchstens 1 cm) Krabben kommen in großen Populationen an den tropischen und subtropischen Stränden des Indo-Pazifik vor. Ähnlich wie Winkerkrabben verbringen sie die Flut in kleinen Bauten im Sand, die eine Luftblase einschließen, damit sie nicht ertrinken. Bei Ebbe werden sie aktiv, kommen heraus und suchen nach Futter.

S_shen

Die neue nord-chinesische Art Scopimera shen.

Ein einzigartiges Merkmal dieser Krabben sind die Membranscheiben an den Beinen (bei Dotilla auf der Sternalplatte), von denen Aurivillius 1893 annahm, sie dienten dem Hören. David P. Maitland schrieb 1986 in “Nature”, dass es Atmungsorgane seien, welche den Gasaustausch ermöglichen. So nannte er die Mebranen Tympana, lateinisch für Gasfenster.

S. sheni, gelblich-grau mit beige Flecken auf dem Panzer, gelblich-weißlichen Scheren und braun gebänderten Laufbeinen, wurde nach Dr. Jia-Rui Shen benannt wegen seiner Pionierleistungen bei der Erforschung der Brachyura (Kurzschwanzkrebse, Krabben) Chinas. Die Art könnte in Qingdao endemisch sein, doch sollen noch angrenzende Küsten Nord-Chinas untersucht werden. In Sammlungen aus Japan wurde sie jedenfalls nicht gefunden.

S. phillipinensis, gräulich-braun mit rötlichem Rückenschild und Gliedmaßen mit dunklen Flecken, ist nach ihrer Typuslokalität benannt. Auf der Insel Panay lebte die Art auf dem Strand rund um Mündungen kleiner Bäche, oft in Verbindung mit verschmutztem Wasser. Die Geisterkrabbe Ocypode ceratophthalmus kam sympatrisch vor. Dass bisher in der Gegend noch keine Scopimera gefunden wurde, erscheint Wong erstaunlich angesichts dessen, dass die Region als eine mit der höchsten Artenvielfalt mariner Spezies in der ganzen Welt bekannt ist. Außerdem sind auch mehrere andere Arten aus der Familie Dotillidae verzeichnet.

Die Forscher aus China und Taiwan veröffentlichten mit ihrem Paper auch gleich einen Schlüssel für die “Normalform”-Scopimera.

Kingsley J. H. Wong, Hsi-Te Shih & Benny K. K. Chan (2011): Two new species of sand-bubbler crabs, Scopimera, from North China and the Phillipines. Zootaxa 2962: 21-35.

Gepanzerte Schlüpflinge

Filed under: Neues | Von: Oliver Mengedoht | | 18:27
Glattstirnkaiman

Glattstirnkaiman

Heute mal etwas Gepanzertes, dass kein Krebstier ist: Als erste Momente eines Glattstirnkaimans (Paleosuchus palpebrosus) hat Herbert Nigl das Video beschrieben, dass er aus 800 ‘einzelfotos zusammengestellt hat. Kurz zuvor waren bei Aquarium Dietzenbach 12 Mini-Predatoren geschlüpft, ein tolles Erlebnis, wie Herbert uns versicherte. Schaut es Euch an: http://www.youtube.com/watch?v=H2b9tok8bwg

Nachwuchs bei “Weißscherchen”

Filed under: Neues | Von: Oliver Mengedoht | Samstag, 20. August 2011 | 11:28

Ja, wir haben Nachwuchs bei den Geosesarma cf. notophorum, die wir anfangs sp. “Whitearm” genannt haben, oder auch “Weißscherchen”. Auch hier (wie bei G. notophorum) werden die Jungkrabben einige Tage auf dem Rücken getragen – sind allerdings mit teilweise über 2 mm Panzerbreite recht groß für frisch geschlüpfte Sesarmidae. Zudem haben ja eigentlich alle Tiere, ob bei uns oder anderne Haltern, die weiße Färbung ihrer Scherenarme gegen eine mehr oder weniger starke Orange-Färbung eingetauscht, so dass sie dann G. notophorum komplett ähnlich sehen. Noch wissen wir nicht sicher, ob es sich um dieselbe Art handelt.

Wenn ich mir die Artbeschreibung noch einmal vornehme und genau vergleiche, stimmt sehr viel: Gonopoden, Anzahl der Höcker auf den Scheren-Dactyli, Scherenbezahnung, 3. Maxillipeden, nur das Telson der männlichen Bauchklappe scheint leicht zu differieren und die Jungtiere scheinen bis zu einem halben Milliemeter größer zu sein. Zudem: Prof. Peter Ng erklärt in seiner Artbeschreibung, dass den Jungtieren die “roten Scheren” fehlen…

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