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Krabbenanfänger stellt sein Terrarium vor
#1
Wollte mal mich und mein neues Terrarium hier kurz vorstellen, habe ja schon viel passiv in diesem Forum gelesen.

Zu mir: Ich interessiere mich natürlich sehr für Tiere und kenne mich auch ein wenig in der Aquaristik aus, hatte vor kurzem noch ein 100l Nanoriff mit Weichkorallen, musste mich aber leider aus Kostengründen davon trennen. Krustentiere haben mich schon immer interessiert, viel Erfahrung habe ich aber noch nicht. Bis jetzt gehalten habe ich eine Weißbandputzergarnele und einige Hohlkreuz Garnelen. Auch Zwerggarnelen hatte ich früher mal und einige Landeinsiedlerkrebse zusammen mit Anolis in einem Regenwaldterrarium. Von den Vampirkrabben wusste ich lange Zeit gar nichts, war nicht so mein Sektor. Als ich sie zum ersten mal gesehen habe musste ich komischerweise sofort an Dendrobaten und ihre hübschen Farben denken. Diese Krabben stehen denen ja in nichts nach.

Da ich ohne Viecher offensichtlich nicht auskomme habe ich mich jetzt für Geosesarma spec rot entschieden und mir erstmal nur 2 Männchen und 3 Weibchen bestellt. Wann die ankommen weiß ich noch nicht aber das Terrarium ist bereits fertig. Ich weiß ja das die einen etwas tieferen Wasserstand benötigen, habe aber erstmal eine ca. 6cm hohe Wasserschale ins Terrarium eingebracht. Das Becken ist 100cm x 50cm x 60cm groß und wurde vor kurzem umgerüstet.

Würde mich über Kommentare freuen und werde weiter fleißig lesen.

[img][Bild: img04144k6lg7mvrc_thumb.jpg][/img]
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#2
Hallo und herzlich wilkommen Smile

Schickes terra Icon_mrgreen
Hoffe du hast dich vor der bestellung gut ueber die kleinen krabbler belesen, aber ich denke schon Icon_wink

Wie hoch ist denn dein bodensubstrat?
LG Steven aus Brandenburg

Ihr Könnt ja auch mal in Facebook auf meiner Seite Krabben, Krebse & Co. vorbei schauen. Danke Smile
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#3
Substrat ist da genug drinnen, die Höhe täuscht durch die Länge des Terrariums. Das sind mind. 6 - 8 cm oder sogar noch mehr. Untere Schicht besteht aus Blähton um Staunässe zu vermeiden, danach Erde und Kokoshumus.

Auf den gefilterten Wasserteil verzichte ich jetzt einfach mal in diesem Terrarium, ich denke die Wasserstandshöhe sollte zum häuten und für die Weibchen ausreichen.

Was ich bei den Krabben interessant finde ist die terrestrische Lebensweise und das sie sich an Land fortpflanzen können.

Was mich wirklich interessieren würde ist die Ernährung speziell von dieser Art (Geosesarma spec red devil), diese soll ja überwiegend carnivor sein. Ich habe gehört das diese Krabben nicht auf Futtersuche gehen und praktisch nur das annehmen was ihnen vor die Nase läuft. Ich bin besonders gespannt ob das in dem Meter Terrarium mit den beiden Futternäpfen hinhaut. Nicht das das Futter dann nicht angerührt wird. Wenn da jemand Erfahrungen hat her damit, ich meine aber nur die Totfütterung z.B. mit Thunfisch in eigenem Saft oder Frostfutter, wenn die Krabben da sind kann ich ja mal Fotos machen.
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#4
Hallo Crabco,
willkommen im Panzerwelten-Forum.
(Monday, 10. February 2014, 20:47)Crabco schrieb: Von den Vampirkrabben wusste ich lange Zeit gar nichts, war nicht so mein Sektor. Als ich sie zum ersten mal gesehen habe musste ich komischerweise sofort an Dendrobaten und ihre hübschen Farben denken. Diese Krabben stehen denen ja in nichts nach.
Kann ich gut verstehen Icon_wink

(Monday, 10. February 2014, 20:47)Crabco schrieb: Ich weiß ja das die einen etwas tieferen Wasserstand benötigen, habe aber erstmal eine ca. 6cm hohe Wasserschale ins Terrarium eingebracht.
*am_Kopf_kratz* das hingegen kann ich dann nicht wirklich verstehen…
Wenn die Krabben erstmal da sind, dann gestaltet sich ein sinnvoller Umbau ungleich schwieriger, also warum richtest du das Becken nicht direkt so her, dass es den Bedürfnissen deiner bestellten Krabbenart gerecht werden kann?

(Monday, 10. February 2014, 23:28)Crabco schrieb: danach Erde und Kokoshumus.
Woher stammt die Erde?
LG
Moni
aka Ygra

[Bild: 300pw-harlek3.jpg]
Wer anderen in den Hintern kriecht muss sich nicht wundern, wenn er ihnen irgendwann zum Hals raus hängt
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#5
Willkommen in unseren Panzerwelten Crabco Icon_wink

(Monday, 10. February 2014, 20:47)Crabco schrieb: Als ich sie zum ersten mal gesehen habe musste ich komischerweise sofort an Dendrobaten und ihre hübschen Farben denken. Diese Krabben stehen denen ja in nichts nach.
Interessanter Vergleich, aber ja: Du hast recht. Icon_wink
Maat et joot, 'ne schöne Jrooß un bess demnähx, Ollie (vorher BEASTIE bzw. BEASTIEPENDENT)

[Bild: pw-mangroven7_312px.jpg] 
Krabben und andere Crustaceen (Krebstiere),
Muscheln, Schnecken und Zwergkrallenfrösche, Minidrachen (Zwergbartagamen + Hausgeckos) und Schlangen in rund 30 Becken
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#6
Also, dann werde ich mich mal dazu äußern.
Wie schon erwähnt hatte ich vorher ein kleines Riffaquarium und kenne mich mit empfindlichen Wirbellosen aus, habe einige Korallen sogar ohne mechanische Abtrennung vermehrt. Zu hoher Silikatgehalt ist da tabu und selbst bestes Leitungswasser ebenfalls. Auffüllen ging nur mit destilliertem Wasser.

Im Terrarium mit den Krabben befindet sich wegen des höheren Mineralstoffgehalts normale Blumenerde und extra keine ungedüngte, die Gefährlichkeit normaler Blumenerde ist gleich null, wurde in vielen Foren bereits erläutert warum. Habe das extra außen vor gelassen weil ich weiß das viele laut aufschreien bei normaler Erde. Beigemischt wurde Kokoshumus, abgekochtes Buchenlaub als zusätzliche Nahrungsquelle ist ebenfalls vorhanden. Ganz unten befindet sich Blähton, damit keine Staunässe entstehen kann.

(Falls es jemanden interessiert, diese Erklärung stammt von einem DGHT User, die Frage mit der Blumenerde ist schon sehr oft aufgetaucht).
Im Prinzip soll der Dünger in der Erde für die Pflanzen das sein, was wir als Herpetal Complete, Korvimin oder wie auch immer an unsere Pfleglinge verfüttern. Daneben werden oft auch Schwefel, Calcium oder Magnesium, nebst anderen Spurenelementen beigemischt. Pflanzen habe eine andere Physiologie als Tiere, sie benötigen andere Elemente in anderen Konzentrationen als diese, die Unverträglichkeit vieler giftiger Elemente (z.B. Schwermetalle) teilen sie aber ebenso. Deswegen kein Problem, das Risiko ist denke ich eher gering und die Konzentration der Stoffe auch. Außerdem gibt es von Terrarien-Erde auch negative Berichte, dort wurden Zeitungspapierschnipsel mit Druckerschwärze gefunden, also auch nicht besser.

Kann mich natürlich auch irren aber hatte in der Vergangenheit auch nie Probleme mit der normalen Erde, ich glaube kaum jemand bis jetzt.

Da ich mir ein Habitat-Video von den Tieren angesehen habe und kaum tieferes Wasser oder einen Bach entdecken konnte, habe ich eine Wasserschale verwendet und zwei weitere kleinere Wasserstellen eingerichtet. Der Wasserstand genügt für Häutung und Aushärten, ist aber niedriger als in einem echten und gefilterten Wasserteil. Hätte auch Schwierigkeiten ein Filterbecken unterzubringen, wegen den Kabeln. Ich denke nicht das das ein Problem sein sollte, der Wasserstand beträgt ca. 5 cm und die Tiere kommen sich nicht ins Gehege, können ganz untertauchen. Die Wasserstellen sind mit Moos und Blättern strukturiert.

Die Temperatur ist in Zonen aufgeteilt, das ist in einem großen Terrarium natürlich leichter, geht von 25 bis 29 Grad, Luftfeuchte 70 - 90 Prozent.

Zu den Pflanzen:

Mühlenbeckia
Efeutute
Nestfarn
Wunderstrauch
Phalaenopsis
Waldmoos (Sorte unbekannt aber kein Torfmoos)
Grünlilienableger

Die Pflanzen wurden vorher gut gewässert, es sind nur zwei neue dazu gekommen. Das meiste hatte ich vorher schon länger in meinem Besitz. Risiko ist aber immer da, die meisten Mittel wirken ja systemisch und sind im Organismus der Pflanze wie z.B. Lizetan. Da kann man die ganze Erde entfernen und die Pflanze wässern bis zum geht nicht mehr, so viel bringt das nicht. Ist lange her, da habe ich Pflanzenschutzmittel verkauft, viele sind ja auch verboten worden. Habe mal in einem Gartencenter gearbeitet. Habe aber trotzdem zwei Pflanzen aus einem Baumarkt, bin ich ja nicht der Einzige. Steinigt mich Icon_rolleyes

Eingezogen sind 5 Tiere, drei davon haben Nahrung von der Pinzette genommen, aber nur auf Sicht. Gefressen wurden Möhre und Fischfuttersticks. Mir geht es eigentlich aktuell nur um die Fütterung, da ich nicht weiß welche Strecken die Krabben zurücklegen um Futter zu finden. Darüber konnte ich auch nichts finden, da die Vampirkrabben ja sonst fast nur in kleinen und überschaubaren Aquaterrarien gehalten werden.
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#7
Hossa, Erde wird aber normalerweise gedüngt, und in Dünger ist sehr häufig Kupfer dabei. Kupfer ist für Krustentiere in Millionstel Gramm tödlich. Geosesarma gehen normalerweise ohnehin nicht an Pflanzen, aber in dem Humus sitzen sie ja die ganze Zeit… Wäre uns zu heikel. Ohne Kupfer sollte es gehen…

Ich darf mal Garnelenforscher Werner Klotz (Crusta10.de) zitieren (nur damit Du eine Dimension von den schädlichen Mengen bekommst Icon_wink ):
>>>>In einer australischen Studie von Williams et. al. wurde für Kupfer eine LD50, also jene Dosis bei der 50% der Versuchstiere, Zwerggarnelen der Gattung Caridina, innerhalb von vier Tagen starben, von 3-4 µg/l gefunden. Dieser extrem niedrige Wert ist auf das weiche, leicht sauere (pH 6,0) Wasser der Versuchsanordnung, welches den natürlichen Verhältnissen in den Herkunftsbiotopen der Tiere, dem Magela Creek System im Norden Australiens entsprach. Die Autoren konnten gleichzeitig eine Abhängigkeit der Toxizität von Kupfer von der Konzentration an Härtebildnern und dem pH Wert des Wassers zeigen.
Dies steht im Einklang mit anderen Studien. Für Macrobrachium rosenbergii haben brasilianische Wissenschaftler um J.V. Lombardi in *normalem" Wasser mit einer Härte von 2,6 Grad KH eine LD50 (96h) von 50-60 µg/l gefunden. In Meerwasser wurden für Palaemon serratus eine LD50 (72h) von 3304 µg/l gefunden (J.C. Marino-Balsa et. al.).
Als Erklärung für diese Unterschiede wurde ein Einfluss des Kupfers auf die Osmoseregulation der Garnelen andiskutiert, welche in osmotisch dichterem Meerwasser weniger Auswirkungen zeigen soll. Allerdings dürfte ein anderer Umstand einen viel größeren Einfluss auf die Ergebnisse der Versuchsreihen haben. In alkalischem, karbonatreichen Wasser wird ein Großteil der in den Versuchsreihen eingesetzten Kupferionen sofort als schwerlösliches Kupferkarbonat ausgefällt und steht nicht mehr in der akut toxisch wirkenden ionisierten Form zur Verfügung.
Auch Huminsäuren und andere organische Verbindungen welche im Wasser vorhanden sein können sind in der Lage Kupferionen zu binden und die Toxizität herabzusetzen.
Neben diesen tödlichen Konzentrationen sind Beeinträchtigungen und Dauerschäden der Tiere aber bereits bei noch niedereren Konzentrationen zu erwaren und auch bereits wissenschaftlich beschrieben worden.
Garnelenlarven zeigen im Vergleich zu erwachsenen Tieren eine ungleich höhere Sensitivität für Kupfer und andere Bunt- und Schwermetalle. Selbst im Meerwasser zeigten Konzentrationen von 1 µg/l für Nauplien von Panaeus japonicus bereits tödliche Wirkung, Zoealarven dieser Art starben bei 3-46 µg/l, Postlarven bei 20-1450 µg/l, juvenile Tiere erst bei 2050 µg/l. Hohe Larvensterblichkeit bei Zuchtversuchen könnten daher möglicherweise auf solche Schwermetallvergiftungen zurückzuführen sein.
Selbst die Überprüfung des Wassers auf Kupfer mittels für die Aquaristik hergestellter Tropftests kann sich in solchen Fällen als nutzlos erweisen. Die unterste Nachweisgrenze für Kupfer beträgt bei diesen Tests je nach Hersteller wischen 50-150 µg/l. In weichem, leicht saurem Wasser kann aber schon ein zwanzigstel, für Nauplien sogar in Meerwasser ein fünfzigstel dieser Konzentration zu tödlichen Vergiftungen führen!<<<<<


Bzgl. Fütterung: Geosesarma sind meist sehr standorttreu und laufen wenig. Da muss man das Futter sehr nah an ihre Verstecke legen. Aber probiere ruhig erstmal aus. Dass sie Möhre genommen haben, ist schon ungewöhnlich.
Maat et joot, 'ne schöne Jrooß un bess demnähx, Ollie (vorher BEASTIE bzw. BEASTIEPENDENT)

[Bild: pw-mangroven7_312px.jpg] 
Krabben und andere Crustaceen (Krebstiere),
Muscheln, Schnecken und Zwergkrallenfrösche, Minidrachen (Zwergbartagamen + Hausgeckos) und Schlangen in rund 30 Becken
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#8
Habe die Erde jetzt nochmal ausgewechselt und alles durch Kokos-Humus ersetzt. Ist denn der Kupfergehalt in Blumenerde so hoch? Es ist doch in so gut wie jedem Boden und sogar im natürlichen Meerwasser Kupfer enthalten. Ohne könnten viele Organismen gar nicht leben. Es kommt ja auf die Konzentration an und die Tiere müssten die Erde schon in großen Mengen fressen um sich zu vergiften. Meistens wird doch eh Guano verwendet, den kennen ja alle und wissen was ich meine.

Andere Frage: Ich habe neulich in einem wissenschaftlichen Artikel gelesen, das Krabben Giftstoffe in ihrem Panzer speichern (einlagern) und diese dann mit der Häutung wieder abgeben, taugt dieser Mechanismus denn so wenig oder funktioniert das mit Kupfer nicht. Spreche jetzt speziell von Krabben, nicht Garnelen. Bei denen liegt es ja am weichen Wasser das der Kupfer so toxisch wirkt, in kalkhaltigem Wasser ist er ja glaube ich fast ungefährlich. Naja sicher ist sicher, passieren kann jetzt nichts mehr, mich interessiert das Thema nur.

Ja die Möhre wurde definitiv gefressen, sogar mit Inbrunst aber wahrscheinlich nur wegen dem Bewegungsreiz. Die Stücke die so rumlagen wurden nicht angerührt. Als die Krabben zur Zwischenlagerung in den Dosen saßen haben so gut wie alle nochmal gefressen, scheinen ja wenig stressanfällig zu sein und fressen in fast jeder Situation. Da war es allerdings Fischfutter.

Nochmal zum Kupfer:

Forscher der Rutgers University haben festgestellt, Krabben lagern in ihrem Panzer Giftstoffe ein.

Eine Gruppe der Winkerkrabben-Populationen (Minuca pugnax) lebte in einem Feuchtgebiet in der Nähe einer Mülldeponie, die andere Gruppe im New Jersey Jacques Cousteau National Estuarine Research Reserve.

Die Krabben waren in der Lage, den “Metallhaushalt” zu steuern. Beide Populationen entzogen über ihren Panzer Kupfer und Zink. Die Tiere, die in der Nähe der Deponie lebten, bauten über den Panzer zusätzlich Blei ab. Einige der Krabben konnten bis zum 76 % des Bleigehaltes in ihrem Körper mit einer einzigen Häutung abbauen!
Na wenn das nichts ist, da können einige sicher aufatmen!
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#9
(Saturday, 15. February 2014, 15:18)Crabco schrieb: Ist denn der Kupfergehalt in Blumenerde so hoch?
Das weiß ich nicht. Ich schrieb ja auch "Wäre uns zu heikel". Ich weiß nur, dass in vielen Düngern Kupfer enthalten ist. Auch Bioprodukte z.B. muss man für Krabben noch sorgfältiger schälen und waschen als normale, weil Biobauern ja nur wenige Pestizide etc. verwenden dürfen, Kupfer gehört aber dazu. Denn: Der Mensch scheidet überflüssigen Kupfer einfach aus, die meisten Wirbellosen killt es aber.

Zitat:Es kommt ja auf die Konzentration an
Richtig. Als Spurenelement brauchen auch Crustaceen Kupfer, denn ihr Blut basiert auf Kupfer – statt Eisen wie bei uns. Aber Du hats ja die Mengen gesehen: Mitunter reichen Millionstel Gramm aus.

Und das Kupfer akkumuliert sich im Gewebe.

Zitat:Ich habe neulich in einem wissenschaftlichen Artikel gelesen, das Krabben Giftstoffe in ihrem Panzer speichern (einlagern) und diese dann mit der Häutung wieder abgeben…
Kenne ich. Mit einigen Giftstoffen funktioniert das anscheinend – in gewissem Maße!

Zitat:Eine Gruppe der Winkerkrabben-Populationen (Minuca pugnax) lebte in einem Feuchtgebiet in der Nähe einer Mülldeponie, die andere Gruppe im New Jersey Jacques Cousteau National Estuarine Research Reserve…
Es wäre sinnvoll, wenn Du zitierst, auch die Quelle anzugeben. Icon_wink Ersten gehört es sich (bzw. ist zwingend erforderlich) und zweitens kann sich das dann auch bei Bedarf jeder nochmal selber anschauen. Dann ist so ein Zitat doppelt hilfreich.

Was das Kupfer im Körper von Crustaceen anrichten kann, hat Marc Walther (2008) in seiner Dissertation beschrieben: "Krebstiere - Biologie, Haltung und Erkrankungen sowie ihre Bedeutung als Zootierobjekte und Lebensmittelressourcen", es geht um Carcinus maenas:
"Verschiedene Autoren berichten, dass bis zu 0,5 mg Kupfer pro Liter Wasser von der Krabbe ertragen werden. Eine 5-6-tägige Kupferexposition führt bei Crustaceen im Allgemeinen zu Kiemenzellhyperplasie, Vakuolenbildung und Kiemennekrosen und anschließend zum Tode. Kupfer lagert sich im Kiemengewebe, im Hepato- pankreas, im Herz und in der Hypodermis ab und verursacht Störungen in der Osmoregulatorik und Atmung mit folgender Hypoxie und Lactatakkumulation. Diese Veränderungen können aber von Carcinus maenas nach 18 Tagen post expositionem überwunden werden und es folgt eine Reparatur der Defekte (Bjerregaard und Vislie, 1986; Depledge, 1984; Hill et al., 1991; Nonnotte et al., 1993; Thurberg et al., 1973)."

Ph.D. Ronald L. Shimek (2003) beschreibt in "The Toxicity of Some Freshly Mixed Artificial Sea Water: A Bad Beginning for a Reef Aquarium", Reefkeeping.com:
"Die geringen Mengen an Kupfer z. B., die normalerweise im Meerwasser vorkommen, sind absolut notwendig für das korrekte Funktionieren des für die Atmung mitverantwortlichen Pigments Hämocyanin bei Gliederfüßern und Weichtieren. Ein leichter Anstieg der Kupfermenge im Wasser führt jedoch auch zu einem Anstieg des Kupfergehalts in den Zellen der Organismen. Dadurch denaturieren wichtige Enzyme, was schließlich zum Tod der Organismen führt."
Maat et joot, 'ne schöne Jrooß un bess demnähx, Ollie (vorher BEASTIE bzw. BEASTIEPENDENT)

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